Monday, March 3, 2008, 07:27 PM - Gemeindegründung
Millionen Deutsche sind auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Mittelalter versprach das jenseitige Heil, die Moderne versprach den Himmel auf Erden. Doch Vernunft und Wissenschaft konnten weder weltweite Gerechtigkeit, noch den Weltfrieden herbeiführen. Utopia blieb Utopie. Enttäuscht von den Idealen der Moderne suchen die Menschen der Postmoderne einen neuen Sinn. Individuell, wie von der Moderne geprägt, jedoch nicht immanent, wie diese, sondern transzendent ausgerichtet.
Die Werbung, die TV Sender sind voll von Übernatürlichem, Religiosität boomt, Religiosität lässt sich gut verkaufen. Die Menschen flitzen nach Tibet, in Klöster, Promis machen sich auf den Jakobsweg...... nur Blinde könnten jetzt noch übersehen, dass hier etwas Großes in Bewegung ist. Die Menschen suchen nach einem Wesen, das größer ist als sie und/oder nach einem sinnstiftenden Ereignis.
Wenn ich mir das bildlich vorstelle, sind das Millionen Menschen die auf der Suche nach dem Sinn unterwegs sind. Das erschreckende: Sie laufen an unseren Kirchen vorbei. Das heißt unsere Kirchen scheinen den Geist der Zeit noch nicht gegriffen zu haben.
Menschen sind auf der Suche nach Spiritualität, nach Beziehung. Wir stehen auf den Kanzeln und Predigen theologische Wahrheiten.....an den Menschen vorbei. Schön das von den Kanzeln Gottes Wort zu hören ist. Reicht das? Ich meine, die Menschen wollen Gottes Wort wieder erleben.
Neue Formen sind notwendig. In Synthese mit Inhalt und Gegenwart. Die „Stille Zeit“ unsere oft verarmte evangelikale Form der Spiritualität, die Frontalpredigt, statische Gemeindehäuser, zu überdenken.
Mirko sagte mal, man müsse beobachten wo Gott Großes bewegt, dann hingehen und sich gebrauchen lassen. Ich habe da lange drüber nachgedacht und bin immer davon ausgegangen, es gehe darum zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Jetzt meine ich, das ich mir die Zeit wohl kaum aussuchen kann, ich lebe jetzt. Also geht es vielmehr darum die Zeichen der Zeit zu sehen und richtig zu deuten. Die Epoche oder Kultur und die Bedürfnisse der Menschen darin zu reflektieren. Der Esoterikboom u. ä. ist nicht zu verteufeln. Vielmehr sollten wir endlich erkennen dass hier Menschen seit Jahren einen Hunger nach Sinn, eine Ahnung von Gott haben. Füttern wir sie endlich nicht mehr mit Steinen sondern mit richtigem Brot! Mit Brot das sie essen können und das sie ewig sättigt! Und wir sind Teil einer großen Sache! Wir werden uns nicht mehr über drei "Bekehrte" freuen, sondern über 3 Millionen! Es wird immer von Erweckungen geschrieben. Weiß nicht was ich von diesem Wort halten soll. Aber wenn ich es so definiere, das Gott eine Ahnung und ein Verlangen nach ihm selbst in Menschen setzt, dann ist es das was ich gerade sehe und erlebe und wir müssen "nur" noch ernten. Dann könnte das bevorstehende "Erweckung" sein.
Kopf leer geschrieben...
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Monday, August 27, 2007, 08:49 AM - Gemeindegründung
Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Funktioniert sogar im Urlaub. Gemeindegründen in Ostdeutschland. Ein Traum, eine Vision, total naive Idee? Hab gestern meine erste FeG der alten Bundelsländer erlebt. War auch allerhöchste Zeit. Dachte das sei eine Neugründung und komme in eine Gemeinde die 1945 gegründet wurde. Langes Gespräch mit Tim dem Pastor. Hier passiert viel. Aber es ist ein hartes Pflaster, vor allem für "Wessis". Dringend sollte ich mich mit der Geschichte der alten Bundesländer auseinandersetzen. Im Speziellen mit der FeG Geschichte in diesen Breitengraden. Die Menschen wohnen hier unter sich und sind, geprägt durch die Geschichte, ein wenig "seltsam" (Nichts Neues für Menschen die mal eine Zeit in Ewersbach verbracht haben!)
Diakonie als Grundlage halte ich immer noch für den besten Weg. Ich glaube wenn man hier als Westdeutscher die Menschen erreichen will ist man nicht Pastor sondern Diakon und Missionar.Dienen heißt sicherlich DAS Stichwort.
Mitte September gehts dann für einige Tage in die Hauptstadt. Das Gemeindegründungsprojekt Berlin-Brandenburg werde ich mir anschauen und sicherlich wieder eine ganz andere Arbeit erleben im multikulturellen Berlin.
Auf der Fahrt hierher durfte ich Altes neu entdecken. Der Kopf von Theologiestudenten ist voll mit Dogmatik, Ethik, Exegese u.v.m. Wer nicht aufpasst dem rutscht das ins Herz. Aber im Herz möchte ein Anderer wohnen.
"Ich möchte einfach nur zurückgeliebt werden" war die Antwort auf eine tief im Innernen an Gott, unsere Beziehung betreffend, gestellte Frage....
Wetter ist nett und das Meer kalt
Sunday, March 11, 2007, 11:56 AM - Gemeindegründung
Willst du weitherzig
oder engstirnig sein?
Willst du pralles Leben
oder im religiösen Nebel verkümmern?
Willst du unverschämt in dieser Welt sein
oder farblos von dieser Welt?
Wilst du die globale Dimension
oder eine Botschaft für Eingeweihte?
Willst du ein großes Haus für die kleine Welt
oder eine Insel für Fromme?
Willst du, daß Got dir mit seiner Fülle im Alltag dient
oder willst du deine Gottesbegegnungen auf den Gotesdienst beschränken?
Willst du offen zur Straße leben
oder dich im Hinterzimmer verziehen?
Willst du Weltreisender geistlich und geistig sein,
oder ewig Wartender auf DEN Auftrag Gottes?
Willst du dein Glaubensleben nicht auf einen Ort beschränken
oder beschränkst du Gott auf einen Ort?
Formuliert von Elisabeth im Rahmen der Gründung einer Internationalen Gemeinde in Hamburg. Während meines Praktikums im "Why not?" hatte ich die Chance an einer dieser Vision Groups teilzunhemen. Es ging der Gruppe um das Gemeinsame "wir", ein spannender Findungsprozess. Das war echt gut!






