Du bist 
Tuesday, July 7, 2009, 11:43 PM - Theologie
Was du wohl gerade so machst?
Du weinst und du lachst.
Mit mir.
Du bist Gott.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?! 
Wednesday, December 10, 2008, 02:46 PM - Theologie
Autor: Jan Hanser | Keine Verwendung ohne ausdrückliche Genehmigung!

Ein beständiges Piepsen drang leise in die Wahrnehmung des langen unrasierten Mannes ein. Mit geschlossenen Liedern lag er da. Bewegungslos. Langsam erwachten seine Sinne, tasteten sich durch einen dichten Nebel. Er lag im Bett. Sein Kopf pochte, dröhnte. „War es schon Zeit aufzustehen?“ Sehr langsam bewegte er erst seine Finger, dann seine Hand, streckte seinen Arm aus um nach seiner Frau zu fühlen. Leise raschelte die steife Bettwäsche als seine Hand ins Leere griff. Er stieß mit seiner Hand weiter vor. Er tastete. „Liv“ formten seine Gedanken, doch seine Lippen hinkten hinterher. Sein Mund war ausgetrocknet. Die Zunge klebte ihm am Gaumen. Er räusperte sich „Liv?“ brachte er kratzig flüsternd über seine Lippen. Keine Antwort. Stille. Nur das beständige helle Piepsen.
Langsam schlug der lange Mann seine Augen auf. Er blinzelte. Das weiße Licht einer Neonröhre blendete ihn. Er schloss die Augen. Wo war er?
Bruchstückhaft begann die Erinnerung in sein Gedächtnis zurückzukehren. Er sah einen Krankenwagen. Er sah das Flackern eines Blaulichts, das die Dunkelheit zerriss und unruhig kreisend die Nacht durchschnitt. Immer wieder riss der blaue Schein Fetzen seiner Umgebung auf, und tauchte sie in seinen kalten Ton. Für Sekunden sah er im blauen Licht das vor Angst und Sorge verzerrte Gesicht seiner Frau. Sie stand neben ihm. Er lag. Wurde getragen. Über kalte Metallschienen in ein Fahrzeug geschoben. Der Krankenwagen fuhr los und gewann an Geschwindigkeit. Er verlor das Bewusstsein.

Mit einem leisen quietschen senkte sich der Türgriff und die Tür des Krankenzimmers schwang auf. Eine Krankenschwester betrat den Raum. Der Mann schlug die Augen auf. „Herr König,“ begann die Krankenschwester. Der Mann hob die Hand und unterbrach sie. Mühsam quetschte er die Worte zwischen seinen Lippen hervor: „Wo bin ich? Was ist passiert? Wo ist meine Frau?“
Langsam durchquerte die Krankenschwester den Raum und stellte sich an sein Fußende. „Herr König, sie befinden sich im Krankenhaus. Sie wurden letzte Nacht aufgrund eines schweren epileptischen Anfalls eingeliefert. Mehr kann ich ihnen im Moment leider auch nicht sagen. Gegen Mittag wird ein Ärzteteam vorbeikommen um sie zu untersuchen und eine Diagnose zu stellen.“
Es war ein langer Nachmittag, angefüllt von einer endlosen Prozedur an Untersuchungen. Der 35 jährige Mann betete. Es waren keine schön ausformulierten Gebete, es war ein innerliches Schreien. Es war kein Gespräch, es war das stolpernde Bitten eines kaputten Menschen. „Herr, sei mir nicht fern, wer soll mir helfen wenn nicht du?“ Er sehnte sich nach der Nähe Gottes. Nach Geborgenheit. Geborgenheit wie er sie in der Gegenwart Gottes schon gespürt hatte. Doch die Ungewissheit verschwand nicht. War Gott überhaupt da? Hörte Gott ihn überhaupt? Er schrie ein unsichtbares Gegenüber an. Einen Gott dem er vertraute. Doch einen Gott den er nicht sah. Einen Gott den er nicht spürte. Einen Gott den er nicht anfassen konnte. Einen Gott, der in diesem Moment unendlich weit weg zu sein schien. War er am Ende doch auf sich alleine gestellt? Gingen seine Gebete überhaupt über die Krankenhausdecke hinaus? War er von Gott verlassen, wo er ihn am nötigsten brauchte?

Es war die letzte Visite des Tages, als ein leicht ergrauter Arzt sein Zimmer, in Begleitung einer Schwester, betrat. Seinen roten Block aufgeklappt setzte er sich neben das Bett des Mannes. „Herr König“ begann er und reichte ihm die Hand. „Schlechte Nachrichten. Ihr Anfall, der sich als Epilepsie äußerte, ist das Symptom eines Geschwulstes in ihrem Gehirn. Die Kernspintomographie zeigte uns einen apfelgroßen Tumor. Ob er langsam wachsend, oder schnell wachsend und aggressiv ist, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Auch haben wir...“ Er legte die Hand auf den Arm des Mannes. „...noch keine genaueren Erkenntnisse darüber ob der Tumor operabel ist oder nicht. Wir werden einige weitere Scans durchführen müssen, um das exakte Vorgehen planen zu können.“ Es vergingen einige Sekunden des Schweigens. „Sie müssen wissen das Tumore dieser Art grundsätzlich operabel sind. Es besteht Hoffnung.“ Langsam nahm er die Hand vom Arm des Mannes weg. „Jedoch müssen sie mit massiven Ausfallerscheinungen wie Lähmungen, dem Verlust der Sprachfähigkeit, im schlimmsten Falle mit dem Tod rechnen.“

Und wieder war er allein. Das Wort allein war bezeichnend für seine Situation. Während das Radio in diesem Moment leise seinen Lieblingssong „beautiful day“ von U2 spielte, begann eine Träne nach der anderen lautlos seine Wangen hinabzurollen. Er lag mitten in diesem verdammten Krankenhaus, und weinte zum ersten Mal seit Jahren. Es war ein bitterer Schmerz der sich, ausgelöst von Wut und Verzweiflung, durch seinen Kopf zog und sich in seinen Tränen Raum verschaffte. Sein Schluchzen war kaum hörbar. Doch es war einzig möglicher Ausdruck für die Gefühlsvielfalt die ihn übermannte, wenn er an seine Frau und seinen vier jährigen Sohn dachte. Vor seinem inneren Auge wuchs sein Sohn heran und wurde ein Mann wie er. Er hatte seine Augen, seine Wangenknochen und seine unbändigen Haare. Ein tiefes Gefühl der Zuneigung überkam ihn. Fast konnte er das blonde Haar seiner Frau riechen, wenn sie sich ihm näherte, ihn liebkoste.
Der Song endete und ein Moderator verschmutzte seinen heiligen Moment mit dem banalen Gelaber über noch banalere Banalitäten wie gesunde Menschen sie tagtäglich austauschen. Mit seinem ganzen geballten Zorn und all seiner Verzweiflung richtete er seine Gedanken auf Gott und sprach aus, was er selbst nicht wahrhaben wollte:

Oh Gott,
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!?
Ich fühle dass du nicht da bist. Das ist eine Tatsache.
Meine Schreie bleiben an der Zimmerdecke hängen,
Ich dringe nicht zu dir durch.
Mein Gott, ich rufe dich schon den ganzen Tag – du schweigst
Und jetzt ist es Nacht – du schenkst mir keine Ruhe.

Du bist doch der heilige Gott, den ich für seine Größe lobte.
Du bist doch der Gott auf den schon meine Eltern vertrauten!
Du bist doch der Gott der rettet!
Du bist heilig!

Schau mich an. Ja, sieh hin!
Du bist heilig. Doch ich bin ein Wurm und kein Mann mehr!
Sie werden mich mitleidig anblicken.
Ihren Mund verziehen:
„Ja, ja, schaut euch den Herrn König an. - Tragisch.
So jung hat es ihn erwischt. - Schrecklich.
Hätte Gott ihn geliebt, hätte er ihn errettet.
Jetzt läuft ihm die Sabber aus seinem verzerrten Gesicht.
Kann nicht mehr reden.
Die Arme Frau, das Arme Kind... - Eine Tragödie.“

Du bist es doch der mich lehrte dir zu Vertrauen.
Du hast mir doch schon das Gefühl gegeben geborgen zu sein.
Hast mir Nahrung, Geborgenheit eine Identität gegeben.
Hast mir Sicherheit und Schutz vermittelt, wie nur eine Mutter es kann.
Mein Gott, ich bin abhängig von dir.
Auf dich geworfen. Fange mich!
Außer dir gibt es niemanden der mir helfen könnte
Niemanden der mir Leben ermöglichen könnte.
Sei nicht fern von mir.

Dieser Tumor hat mich im Griff
Seine Symptome fesseln mich.
Ich kann hier alleine nicht raus,
fühle mich umzingelt.

Ich war einst ein aufrecht gehender Mann,
doch jetzt weiß ich selbst nicht mehr wer ich bin.
Meine Lebenskraft ist ausgelaufen,
bin ein hilfloses Kind in Männergestalt.

Ich habe keine Kraft mehr.
Ich verdurste.
Hier Ende ich, du wirst mir den Tod bringen
Ja, du bist der Herr über Leben und Tod.

Für die da draußen bin ich doch schon Tod.
Es ist alles besiegelt.
Sie teilen schon meine Habseligkeiten unter sich auf
Losen aus wer was bekommt.
Mein Herr sei nicht ferne!
Rette mich!

Nur das Radio brummte noch leise, und die Notbeleuchtung flimmerte über der Tür. Ohne das es im bewusst war hatte er alle diese Worte laut ausgesprochen. Er schaltete den Rundfunkapparat auf der Fensterbank mit einem leisen klicken aus und lies sich völlig verstört ins Kopfkissen sinken.
Was war er noch Wert, als Pflegefall? Er war nicht mehr er selbst, der starke sichere Mann. Seine Lebenskraft hatte ihn verlassen. Er blickte, an der mittlerweile ausgeschalteten Neonlampe vorbei, zur Decke.
Langsam lies er seinen Blick nach unten gleiten. Vorbei an dem an der Decke hängenden TV- Gerät, bis sein Blick auf ein unscheinbares Kreuz fiel. Hatte es vorhin schon an dieser Stelle gehangen? Es war ihm nicht aufgefallen.
Er sah es an. Minutenlang. Gedankenleer. Da hörte er vom Kreuz her eine leise liebevolle Stimme:
„Ich weiß wie es dir geht.“ Er stutzte. Hatte er das wirklich gehört? Und wieder erklang die beruhigende Stimme: „David, ich weiß wie es dir geht.“ David stutzte. Sollte das seine Antwort von Gott sein? Er stützte sich auf seine Ellenbogen. „David, ich weiß wie es dir geht! Ich bin da und ich gehe mit dir.“ David wollte etwas Antworten, doch er brachte kein Wort über die Lippen. Er schloss seine Augen und lies den Kopf zurück auf das Kissen sinken. „David, deine Geschichte ist auch meine Geschichte. Ich möchte sie dir erzählen.“

Vor David Augen entstand ein Bild, während die Stimme leise zu ihm sprach. Er sah die drei Hügel, er sah die drei Kreuze, er sah die drei Männer. Dunkelheit und der Geruch nach Tod bestimmten die Szenerie und in der Mitte stand das Kreuz von dem die Stimme kam. David überlief eine Gänsehaut. Aus diesem ausgemergelten, geschundenen, blutleeren, weißen Körper, der kaum noch als ein Menschlicher identifiziert werden konnte, kroch mehr, als das er klang, ein Schrei, der in den dunklen Himmel hinein, unter die Haut und bis ins Herz hinein ging:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Leise sprach die Stimme von Kreuz weiter:

Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht,
und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

Du aber bist heilig,
der du thronst über den Lobgesängen Israels.
Auf dich vertrauten unsere Väter;
Sie vertrauten und du rettetest sie.
Zu dir schrieen sie und wurden errettet,
sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden.

Ich aber bin ein Wurm und kein Mann mehr,
ein Spott der Leute und verachtet vom Volke.
Alle, die mich sehen, verspotten mich,
verziehen die Lippe und schütteln den Kopf:
»Er klage es dem Herrn, der helfe ihm heraus
und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.«

Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen;
du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.
Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an,
du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.
Sei nicht ferne von mir,
denn Angst ist nahe;
denn es ist hier kein Helfer.

Gewaltige Stiere haben mich umgeben,
mächtige Büffel haben mich umringt.
Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf
wie ein brüllender und reißender Löwe.

Ich bin ausgeschüttet wie Wasser,
alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst;
mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.
Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe,
und meine Zunge klebt mir am Gaumen, -mich dürstet!- (Joh 19)
und du legst mich in des Todes Staub.

Denn Hunde haben mich umgeben,
und der Bösen Rotte hat mich umringt;
sie haben meine Hände und Füße durchgraben.
Ich kann alle meine Knochen zählen;
sie aber schauen zu und sehen auf mich herab.
Sie teilen meine Kleider unter sich
und werfen das Los um mein Gewand.

Aber du, Herr, sei nicht ferne;
meine Stärke, eile, mir zu helfen!
Errette meine Seele vom Schwert,
mein Leben von den Hunden!
Hilf mir aus dem Rachen des Löwen
und vor den Hörnern wilder Stiere.

„David“ sagte die Stimme. David schlug die Augen auf und blickte auf das Kreuz. „Deine Geschichte ist auch meine Geschichte.“ Doch diese Geschichte endet nicht hier. Dieser Psalm, den wir beide gemeinsam haben, er geht noch weiter.“

Du hast mich erhört!
Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern,
ich will dich in der Gemeinde rühmen:
Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet;
ehret ihn, ihr alle vom Hause Jakob,
und vor ihm scheuet euch, ihr alle vom Hause Israel!
Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen
und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen;
und als er zu ihm schrie, hörte er’s.
(Luther Übersetzung)

„Weißt du David, ich kenne dein Leid, ich habe es selbst auch durchlitten. Durch die tiefsten Stunden deines Lebens gehe ich mit dir hindurch. Ich bin da! Ich bin Gott und war der Elendste von allen. Hier am Kreuz. Ich weiß wie es dir geht.“
„Wo auch immer du durchgehst, David, Daniel, Raphael, Annika, Oschi, Jonathan, Wolfgang, Patrick, ich kenne deinen Namen und ich gehe mit dir. Es gibt niemanden dessen Elend zu groß wäre. Ich schaue dich an. Ich höre dein Klagen und dein Schreien. Ich höre dir zu. Dein Leben liegt in meiner Hand. Hier ist es sicher. Ich gehe mit dir durch deine dunkelsten Stunden. Ich bin da und du kannst mir vertrauen.“ (kurze Pause)

Als ich mich daran machte das Ende dieser Geschichte zu formulieren, stellte ich mir die Frage: „Was nun? Was passiert jetzt?“ In meinen Kopf schlich sich ein Bild ein: Jesus hat seine ergreifende Ansprache beendet, er hat seine Botschaft gebracht. Er schnappt sich seinen Mantel, schiebt sich die Mütze über die Haare, lächelt uns noch mal freundlich und gewinnend an... Shakehands mit David... und geht. Er schließt die Tür hinter sich, seine Schritte verhallen.

Dies wäre mein persönliches mein menschliches Ende der Geschichte. Ich der endliche Mensch, dessen Leben irgendwann ein Ende hat und zu dessen Leben Leid gehört, kann den unendlichen Gott nicht greifen. Ich kann ihn nicht sehen, nicht riechen und nur selten spüren. Es fällt mir schwer zu glauben, dass er immer da ist. Ich kann ihn nicht fassen, nicht erfassen, nicht festnageln. Doch Gott hat sich von uns und für uns festnageln lassen. Er hat selbst das schlimmste Leid am Kreuz durchlitten. Wenn einer weiß wie es uns geht, wie wir uns fühlen, wenn einer mitleidet, dann Gott.

Und ich darf ihn fragen: „Warum?“ Ich kann schreien „Hast du mich verlassen?“ Klagen und Fragen sind legitime und wichtige Anreden in der Beziehung zu Gott. Gott ist ein Gott der Fragen zulässt und gefragt sein will. Jesus selbst ruft am Kreuz „Warum? Warum hast du mich verlassen?“
Gott beugt sich nun nicht herab und sagt: „Ich bin da.“ Das wäre ein Widerspruch in sich. Gott ist schon da. Er blickt dich an. Er braucht sich nicht erst hinabzubeugen. Er blickt den Elendsten an und sagt: „Ich bin da, ich gehe mit dir!“

Oscar Wilde hat einmal geschrieben: „Wir liegen alle in der Gosse, aber ein paar von uns schauen zu den Sternen auf.“ Ein fast passendes Bild. Als Christ habe ich die Hoffnung auf Gottes Hilfe, darauf das er es gut mit mir meint. Das lässt mich aus der Gosse heraus nach oben blicken. Ich stecke meinen Kopf nicht tiefer in den Schlamm. Ich blicke nach oben und klage meinem Gott mein Leid. Und während ich nach oben Klage höre ich von der Seite eine Stimme: „Ich bin da, hier bei dir, in der Gosse“ Und ich drehe mich zur Seite und werde von liebenden Augen angesehen.

Darum endet diese Geschichte auch nicht so, wie ich es in meinem endlichen Denken durchgespielt hatte. Denn Jesus verlässt Davids Krankenzimmer nicht. Er bleibt. Und das er bleibt heißt: Er war schon immer da, er ist jetzt da und er wird in Zukunft da sein. In Ewigkeit. Amen.


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Der Jesus Faktor 
Thursday, June 5, 2008, 09:21 AM - Theologie
Eine Leidenschaftliche Theologie der Veränderung

Was haben das menschliche Gehirn,
ein Ameisenhaufen
und die Kirche der Zukunft gemeinsam?


Auf faszinierende Weise zeigt Kester Brewin, dass diese Frage mehr ist als nur ein Gedankenspiel: Alle drei müssen nämlich über besondere Fähigkeiten verfügen, wenn sie überleben wollen; sie müssen klug auf ihre Umwelt reagieren, sich anpassen und als komplexe Systeme ausgeklügelte Kommunikationsstrukturen entwickeln. Wenn wir anfangen die Kirche als Organismus und nicht als Organisation zu begreifen, entdecken wir schnell, wie viel wir von der Biologie über gesunde Veränderungs- und Entwicklungsprozesse in unseren Gemeinden lernen können. Wenn man gerade die großstädtischen Veränderungen als Bild für die Zukunft nimmt und sich fragt, welche Beziehungen dieser Zeitenwandel zum Leben Jesu hat, kommt ein Buch heraus, das die Kernideen der weltweiten"Emerging Church"-Bewegung verdeutlicht, in der Wissenschaftler und Gemeindepraktiker gemeinsam Perspektiven für die Zukunft entwickeln.

Das ist das erste Buch das ich auf meinem Blog empfehle. Dann muss es auch etwas ganz besonderes sein. Dieses Buch ist der Hammer. Ein absolutes "must have" für jeden der Vollzeitlich arbeitet, und für jeden der sich Veränderung wünscht. gleich kaufen!

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Kletterparty 
Thursday, May 29, 2008, 06:22 PM - Theologie
So, die nächste Geschichte ist geschrieben. Richte eben mal rechts noch eine Spalte für Geschichten ein. In dieser geht es um den fiesen Zachäus, der von Jesus angesehen wird. Spannend. Als nächstes Projekt werde ich die Geschichten vertonen und als Hörbuch-Podcast verlinken. Hier aber erst mal die Story:

Sturm 
Sunday, April 6, 2008, 09:10 PM - Theologie
Hab mich mal wieder als Autor betätigt. Hier ist der "Krimi" nachzulesen. Titel: Sturm

Kind und Erwachsener – die starke Truppe Gottes! 
Friday, August 31, 2007, 08:21 AM - Theologie
Der im Glauben „Erwachsene“ Jan zweifelt, und mein inneres Kind ist verzweifelt. Das trifft wohl sehr gut mein momentanes Glaubensleben. In diese Situation hinein empfangen ich von Gott, wie berichtet, den Satz: Ich will doch nur zurückgeliebt werden. Nun kann ich etwas mit diesem Satz anfangen.
Lasst euch nicht durch die Begrifflichkeiten der Transaktionsanalyse verwirren. Vielleicht könnt ihr das auch so verstehen wenn ich davon schreibe das jeder ein Kind in sich trägt (nachzulesen: Willy Weber; entdecke das Kind in dir).

Mein inneres Kind kann vertrauen. Es kann sich vorbehaltlos Gott hingeben. Manchmal werde ich wehmütig, wenn ich an meinen Glauben als Kind denke. Ich habe darum gebetet das ich mein Matchboxauto wieder finde, das Gott in der Klassenarbeit bei mir ist, das unser Kaninchen wieder gesund wird. Ich habe Gott geliebt und Jesus war mein bester Freund ohne den ich nicht leben konnte und wollte. Darum ihn habe ich in der Schule den Mund aufgemacht und von ihm erzählt, weil ich ihn bei mir wusste. Unanfechtbar, grenzenlos Vertrauend, Geliebt gefühlt, Sicherheit.

Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach:
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.


Jesus sagt das wir umkehren können und wieder werden können wie die Kinder.
Traumhaft. Aus dem Munde der Kinder und Säuglinge hast du Macht gegründet...Ps. 8,3 Menschen die so glauben sind Gottes starke Truppe. Kind im Glauben sein ist einfach ein wunderbares Gefühl.
Der Kirchenvater Augustin hat einmal gesagt: „Ohne Gott wären alle Menschen Waisen!“

Dieses romantische Bild meines Kinderglaubens kann allerdings in einer Welt der Erwachsenen kaum bestehen. Der Glaube muss trotzdem wie Paulus sagt erwachsen werden. Prüfen und das Beste behalten. Der Verstand wird Erwachsen. Ich prüfe meine Glaubensinhalte und mein Glaubensleben. Ich studiere mit meinem Verstand Theologie. Doch in meinem Herzen bleibe ich Kind. Von Ganzem Herzen. Das ist es was lebendig hält. Ein kinderfreier Glaube mag dogmatisch korrekt sein, aber er ist steril, er kennt die Freude nicht, er macht keinen Luftsprung. Das Kind es, das Gott zur Ehre in die Luft springt, sich an Gott freuen kann wie an Weihnachten und Ostern zusammen und ihm zur Ehre lobpreist.

Gott spricht zum kleinen Kind im Jan: „Ich will doch einfach nur zurückgeliebt werden“. Der kleine Jan kann das nun bedingungslos tun, während der große vielleicht noch mal sein Offenbarungsverständnis checkt.
Ich kann zweifeln und glauben gleichzeitig und beides gehört zusammen. Nur dadurch entsteht Fortentwicklung.
Letztlich geht es darum im Glauben reif und Erwachsen zu werden, das Kind aber nicht zu verlieren. Wir bleiben lebendig, echt, wir sind Gottes starke Truppe, weil wir wie die Kinder bedingungslos vertrauen und unser Handeln daraus entspringt!

Ich habe das einfach mal sehr unvollkommen aufgeschrieben. Sind nur meine zu diesem Zeitpunkt nicht endlich reflektierten Gefühle und mich persönlich betreffende Erkenntnisse. Vielleicht bin ich der einzige der was damit anfangen kann, vielleicht hilft diese Erfahrung anderen ja auch weiter.

Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach:
Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.





Warum ein Bier ein Gegenstand ist! 
Tuesday, May 15, 2007, 06:18 PM - Theologie


Das ist das Zimmer in dem der Jan arbeitet. Oft ist er viele Stunden am Tag an diesen Schreibtisch gefesselt. Natürlich nicht in echt. Mehr so transzendent.
Aber um den Jan soll es gar nicht gehen, sondern um den Gegenstand. Und zwar um den Gegenstand der Dogmatik. Wie bitte? Noch mal von vorne!

Also, es gibt da einen Mann, der heißt Joest. Wilfried Joest. Und der Herr Joest, dem war eines Tages langweilig, und da hat er überlegt, wie er sich die Zeit vertreiben könne.
Und dann hat er sich eben mal gefragt, was den der Gegenstand der Dogmatik ist.
Das kann man sich ja mal fragen. Wenn einem mal langweilig ist.
Ihr denkt jetzt vielleicht: Was für eine blöde Frage.
Macht nix, hab ich auch gedacht. Also mit Gegenstand meint der Herr Joest nicht wie man meinen könnte ein Auto, ein Baum oder ein gekühltes Bier. Der Herr Joest meint das anders. Gegenstand, aber anders halt.
Eigentlich meint er mit dem Gegenstand den Gott.
Ihr könntet dem Herrn Joest, wenn ihr ihn mal treffen würdet, natürlich sagen, das der Gott doch gar kein Gegenstand ist, aber der Herr Joest meint das ja anders.
Der Herr Joest will sagen, dass das worum es in der Dogmatik geht, Gott ist.

Aber der Herr Joest geht da noch viel weiter. Der hat dann noch mal ein bisschen nachgedacht und dann ist ihm was eingefallen und dann hat er gesagt, das der Gott was gesagt hat.
Jetzt seid ihr alle ganz gespannt und wollt wissen was der Gott gesagt hat.
Und weil ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitze und spannende Sachen lese, weiß ich auch was der Gott gesagt hat.
Der Gott hat nämlich gesagt, das er Gemeinschaft mit uns möchte (Levitikus 26,12 „Und ich werde in eurer Mitte leben und werde euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein“). Und dann hat er es allen Menschen gesagt, indem er seinen Sohn, den Jesus zu uns auf die Erde geschickt hat. Jesus wird nämlich im Neuen Testament auch das Wort (logos) genannt. Alles klar?

Also ist der Gegenstand der Dogmatik kein Auto, Baum oder gekühltes Bier sondern der Gegenstand der Dogmatik ist Gott, wie er sich uns in Jesus Christus gezeigt hat.
Puh. Das war jetzt gar nicht so leicht, könnte man vielleicht denken.

Aber der Herr Joest hat noch mal nachgedacht. Aber davon schreibe ich dann beim nächsten mal, wenn ich noch mal ganz lange an meinem Schreibtisch gesessen habe und die schlauen Sachen gelesen habe.
Ich sag nur noch kurz worum es dann geht, dann könnt ihr schon mal ganz gespannt sein.

Also irgendwann, bevor der Herr Joest gelebt hat, da haben andere schlaue Männer, die jetzt aber alle tot sind gesagt, das man den Gott auch an der Schöpfung erkennen kann (Wenn man hinguckt).
Also mit der Schöpfung meinen die alles was der Gott gemacht hat. Z.B. die Autos, die Bäume und das leckere Bier. Und dann haben die nämlich gesagt, das der Gegenstand der Dogmatik dann ja auch die Schöpfung, also das Auto der Baum und das Bier ist.
Und dann habe ich mir gedacht, weil ich vor lauter am Schreibtisch sitzen schon eine ganz trockene Kehle hatte, also hab ich mir gedacht: Ich mach mal ein bisschen praktische Dogmatik und guck mal wie der Gegenstand der Dogmatik so schmeckt!

Alles klar?
Prost!
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Warum James Bond seine Ehefrau nicht dabei hat! 
Saturday, January 13, 2007, 11:26 AM - Theologie
Damit mir hier im www keiner geistlich verhungert mal wieder was Angedachtes:

1. Petrus 2, 11 ** Die Gute Nachricht Bibel
Ihr wisst, meine Lieben, dass ihr Gäste und Fremde in dieser Welt seid. Darum ermahne ich euch: Gebt den Leidenschaften nicht nach, die aus eurer selbstsüchtigen Natur aufsteigen und die ständig mit eurem guten Willen im Streit liegen.

Nur ein Gast? Ein Fremder in dieser Welt, in der ich mich so Zuhause fühle?
Dem widersprechen sehr viele meiner Verhaltensweisen.
Ich achte sehr auf meinen Ruf. Ich will die Anerkennung dieser Welt! Dazu baue ich vieles auf dem Fundament meiner eigenen Leistungen auf. Mein Ego ist unersättlich. Es will gefüttert werden.
Manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken: „Jesus komm bald! ...aber nicht gerade dieses Jahr, vielleicht später, es ist gerade so nett hier!“

Ganz schnell verirre ich mich auf der Jagd nach Befriedigung. Mit meinen Sehnsüchten als Antrieb, verliere ich das Wichtige aus den Augen.

Petrus hat das auch schon gecheckt. Er weißt uns drauf hin, dass wir nur Gäste sind. Ein Gast richtet sich auf seiner Reise, seinem Anliegen oder seinem Auftrag entsprechend ein.
Was er nicht benötigt, wird er nicht mit sich herumschleppen. Es behindert ihn und lenkt ihn ab.
Wenn ich meine Eltern an Weihnachten besuche habe ich keinen Computer dabei. Der Müllmann trägt keinen Schlips und James Bond hat seine Waffe und nicht seine Ehefrau im Reisegepäck.


Der Gedanke dass wir auf dieser Erde nur Gäste sind, führt zwingend zu der Frage nach unserem Zuhause. Und jetzt kommt das krasseste. Unsere Wohnung, unser Zuhause ist im Himmel, bei Gott. In einer WG mit Gott! Wörtlich steht im Epheserbrief 2: „....ihr seid Hausgenossen Gottes!“
Im Gegensatz zu unserer WG im Himmel, ist diese Erde nur ein Abbild. Eine Kopie vom Original, schwarz-weiß statt bunt, ein bisschen verwackelt und unscharf.

Wer in dieser Kopie lebt, läuft schnell in die Gefahr sie als das Original zu betrachten. Dementsprechend wird er sich einrichten und alles daran setzen, das Beste daraus zu machen. In seiner Situation ist es nur legitim, das er seine menschlichen Bedürfe mit größtmöglichem Gewinn befriedigt. Jedoch hat diese Befriedigung einen faden Beigeschmack, sie braucht immer mehr, sie wird unersättlich, gestern noch schönes, muss heute getoppt werden. Das gestern ersehnte Ziel, ist heute überschritten und langweilt. Alles hat ein Ende nur die Sehnsucht nicht. Zuletzt bleibt der Mensch in der Kopie unbefriedigt ... solange er nicht das Original findet.


Wir leben in einer Kopie, doch Jesus hat uns die Augen für das Original, für die reale Welt, geöffnet.
Die Welt mit den Augen von Jesus sehen. Durch die Welt in den Fußstapfen von Jesus gehen. Als Reisender in der Fremde, das wichtige im Rucksack, unsere Sehnsüchte im Himmel, das Ziel vor Augen, das Original im Herzen! Die Prioritäten gesetzt!


angemerkt 
Friday, January 12, 2007, 01:02 PM - Theologie
"Die Sünder sind deshalb schön, weil sie geliebt sind, und nicht deshalb geliebt, weil sie schön sind"
Martin Luther
(Bin ich gerade beim durcharbeiten eines Skriptes daraufgestoßen)


Was immer auch kommt 
Tuesday, June 6, 2006, 02:29 PM - Theologie
Was immer auch kommt,
was immer auch geht,
was immer auch passiert,
Du bleibst bei mir

Du bist der Schöpfer des Universums,
und die Ewigkeit kommt von Dir.
Niemand hat dich je gesehen
Doch ich weiß Du bist jetzt hier!

Was immer auch kommt,
was immer auch geht,
was immer auch passiert,
Du bleibst bei mir

Oh, ich kann dich nicht erfassen,
hoch wie ein Berg stehst du vor mir.
Doch du liebst mich über alle Maßen,
und du zeigst mir den Weg zu dir.

Bin viel zu oft weit weg von dir,
will ganz alleine sein,
doch Vater du verlässt mich nicht Nein, Nein!

Was immer auch kommt,
was immer auch geht,
was immer auch passiert,
Du bleibst bei mir

reinhören > maskil, was immer auch kommt
unbedingt kaufen!!!
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