Für Emil 
Saturday, January 24, 2009, 11:30 PM - Tagebuch
Autor: Jan Hanser | Keine Verwendung ohne ausdrückliche Genehmigung!

Im Meer da schwamm ein Hai herum.
Man sah´s ihm an, er war nicht dumm.
Er dachte sich: „Es macht mir keinen Spaß,
im Wasser werd ich täglich nass!“

Er zuckte sich, er ruckte sich,
schwang seine Flosse fürchterlich.
Nahm Anlauf und sprang hoch hinaus,
mit einem Satz aus dem Wasser heraus.

Ihr Kinder, habt ihr so was schon gesehen?
Einen Hai der sagt: „Ich will nicht baden gehen!“
Er glitt durch die Luft, oh welche Wonne.
Dachte bei sich: „Es ist schön in der Sonne.“

Doch sein Flug dauerte nur kurze Zeit,
denn das Ende des Meeres war nicht weit.
Kopfüber landete er am Strand,
von oben bis unten voll mit Sand.

Er zuckte sich, er ruckte sich,
schwang seine Flosse fürchterlich.
„Hier ist es mir zu trocken“ sagte er.
„Ich will zurück ins nasse Meer.“

Er rollte sich, er trollte sich,
zurück ins Meer wie jeder Fisch!
Er seufzte laut: „Ach ist das schön!
Zum Strand will ich nicht mehr gehen.“

Im Meer da schwamm ein Hai herum.
Man sah´s ihm an, er war nicht dumm.
Er dachte sich: „Es macht mir Spaß,
im Wasser werd ich täglich nass!“


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Magdeburg 
Wednesday, August 13, 2008, 07:10 PM - Tagebuch
10 Tage in der Nähe Magdeburgs liegen hinter uns. Eine sehr sehr geile Zeit, deren Erfahrungen noch verarbeitet werden müssen. Als ganze Familie haben wir bei einem Camp für Straßenkinder mitgearbeitet. Es ist schon eine denkwürdige Erfahrung Kids, die noch nie in ihrem Leben was von Gott gehört haben von seiner Liebe zu berichten. Das ganze war ein Camp mit Freakstockfeeling mitten in der Pampas in der sogenannten Börde in Sachsen Anhalt. Spannend wie diese Kids aus den Blöcken so organisiert sind. Es gibt Häuptlinge, Mamas und Papas. Man passt aufeinander auf, organisiert sich professionell, spielt Fußball in eigens organisierten Turnieren etc.
Es war eine Zeit, des Kampfes und der Freude an dem wie Gott wirkt. Hat sich voll gelohnt!
Und der Osten ist wieder ein Stück näher an unser Herz gewachsen.
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Predigt vom Spießer 
Friday, April 25, 2008, 12:21 PM - Tagebuch
Vorgestern beim Abendbrot legt mein noch nicht ganz dreijähriger Sohn die Füße auf den Tisch. Ich freiheitsliebender Mensch, Traditionen hinterfragend und doch gefangen in gesellschaftlichen Zwängen schimpfe mit ihm: "Emil nimm sofort die Füße vom Tisch. Die gehören unter den Tisch!" Antwort meines Sohnes: "Papa, du bist ein Spießer!" Ah!!! der Junge ist noch keine drei und gibt's mir derbe!

Also der Spießer predigt am Sonntag in der FeG Worms. Herzliche Einladung an alle Blogleser die sich in der Nähe befinden!
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Bier kaufen in Worms 
Sunday, March 16, 2008, 07:39 AM - Tagebuch
Gestern stand ich hier im einschlägigen Getränkehandel und mir brach es fast das Herz. Ca. 12 Kästen leckerstes Eichbaum Ureich Premium Pils standen hier -in sicherlich nicht artgerechter Haltung- eng eingepfercht zwischen Licher und Krombacher. Ein Anblick, den zu ertragen meine seelischen Belastungsgrenzen neu auslotete.
Mein barmherziges Retterherz begann in mir zu schlagen und ich hätte am liebsten alle befreit. Aber diese gierigen Menschen hier handeln mit diesen süßen Dingern. Bierhandel ist das! Jawohl! Und auch noch staatlich legitimiert.
So befreite ich -begleitet von einem Todesseufzer meiner eh schon gebeutelten Geldbörse- zwei der kleinen Kästchen aus ihrem Schicksal, indem ich sie käuflich erwarb.


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Ausbildung zum klinischen Seelsorger 
Thursday, February 21, 2008, 09:31 AM - Tagebuch
Diese Ausbildung ist echt der Hammer. Ich fühle mich am richtigen Ort. Es tut gut wenn man merkt das man Fähigkeiten hat. Diese Fähigkeiten in Theorie- und Praxiseinheiten mit Fertigkeiten zu verbinden ist ein großer Gewinn. Dieser Teil des Theologiestudiums macht mir am meisten Freude. Gerne würde ich weiter in die Ausbildung als Seelsorger investieren. Es tut gut wenn man merkt: "Ich kann etwas". In weiten Teilen des doch sehr wissenschaftlichen Studiums geht mir das weniger so.
Unterricht geht weiter...

Das Unbier 
Monday, February 11, 2008, 06:58 AM - Tagebuch
Diesen Eintrag ohne Bilder zu bloggen ist wie Günter Netzer ohne Frisur vor die Kamera schicken. Wie Hawaiitoast ohne Hawaii, Kornflakes ohne Flakes oder Bud Spencer ohne Terence Hill.
Nach dem wir gestern Abend auf der Suche nach einer Kneipe in dem Dorf Holzhausen fast die letzte Hoffnung auf ein kühles Bier begraben hatten, entdeckte einer meiner Kommilitonen -ausgestattet mit einem untrüglichen Spürsinn für derartige Amüsements- eine Kneipe. Nun wie jeder weiß, es gibt in der deutschen, facettenreichen Trinkkultur nicht DIE Kneipe. In wie weit dieses dörfliche Prachtstück überhaupt der Kategorie Kneipe zugeordnet werden sollte bleibt ungewiss.
Jedenfalls gab es im wohnzimmerlich anmutenden Trinkzimmer auch Bier. Doch auch hier stellt der deutsche Genusstrinker fest: Es gibt nicht DAS Bier. Meines Erachtens ist Bier nicht einmal eine Geschmacksfrage. Es gibt Gutes und Schlechtes. Nach einer Karte zu fragen traute sich keiner von uns...die Lokalität erweckte nicht den Anschein eine solche zu führen. Nett den Opa hinterm Tresen gefragt, bekamen wir die Antwort. Krombacher. Verzweiflung. Welch ein Rückschlag. Krombacher. Das Unbier. Selbst kalt nicht genießbar.Krrrrrrombacher, nur Krrrrombacher........ rollte er inbrünstig!

Bilder jetzt hier!
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Leben auf dem Weg 
Tuesday, September 18, 2007, 03:46 PM - Tagebuch
Ich denke nicht darüber nach was wäre wenn, - sondern ich denke darüber nach wie ich sein könnte und werde so!

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mein letztes Reisetagebuch //seemonster + ein neuer Tag 
Thursday, February 1, 2007, 06:41 PM - Tagebuch
Teil 10//Mitte Dezember 1999 (unbearbeiteter Originalauszug
Seemonster

Sie haben nur ein Ziel, sie wollen dich in die Tiefe zerren und dort für ewig gefangen halten.
Wie wabernte Schatten, eins mit den Wellen, erheben sie sich aus dem Meer. Paul kann sie nicht sehen. Sie kommen nur für mich, sie wollen mich jetzt heimholen. Leise und kaum verständlich raunen sie sich Worte in ihrer eigenen Sprache zu, die ich nur als Rauschen wahrnehmen kann. Langsam bewegen sie sich auf mich zu, doch jedesmal wenn sie in Reichweite kommen zieht das Wasser sie wieder zurück. Wie magisch angezogen gehe ich auf Sie zu und lasse mich in die Tiefe sinken, wo vorhin noch fester Sand war, ist jetzt nur noch dunkelblaue Schwärze. Bevor mein Kopf völlig ins Wasser eintaucht, sehe ich noch wie die Sonne sich mit ihren letzen Strahlen verabschiedet, und wie ich in einer anderen Welt verschwindet. Unter Wasser ist es erstaunlich hell und meine Augen gewöhnen sich schnell an das trübe Licht. Eigentlich ist es kein Licht, es ist etwas greifbares, viel zu reales, undefinierbares. Ich werde eigentlich nicht nach unten gezogen sondern ich gleite gegen die Naturgesetze in die Tiefe. Immer trüber wird das Licht, bis es plötzlich schwarz ist, und ich die orientierung verliere. Ich lasse mich treiben, abgeschnitten von der Ausenwelt, in einer gespenstig ruhigen Kühle.

- Jan,Jan hey, lass uns schlafengehen -
- Puh ok -

Schnell versinke ich in einem tiefen, vom Rauschen der Wellen begleiteten, Schlaf.


Ein neuer Tag

Ich erwache mit den ersten Sonnenstrahlen die unter unseren Felsen dringen und bleibe noch eine Zeitlang untätig liegen, bis ich die Hoffnung aufgebe das Paul in der nächsten halben Stunde aufwacht. Langsam krieche ich unter meinem Moskitonetz hervor und begebe mich zur Höhle, wo ich einen Schluck Wasser trinke.
Zwanzig Meter vor mir sehe ich einen ansteigenden Hügel, und ich beschließe es dürfte wohl die Anstrengung wert sein, mal hinaufzuklettern. Oben angekommen genieße ich einen himmlischen Rundumblick über etwa fünf in der Nähe liegende Inseln. Eine Woge des Glücks durchflutet mich, ich setze mich auf einen Stein, um mein Frühstückskippchen zu genießen.
Warum bin ich eigentlich hier? Frage ich mich und denke über eine logische Erklärung nach.
Manche Menschen sammeln Briefmarken, manche Modellautos. So sehr unterscheide ich mich von Ihnen gar nicht. Ich möchte Erfahrungen sammeln. Vielleicht auch etwas fürs Leben lernen, vielleicht auch nicht.
Der einzige Unterschied zwischen mir und dem Briefmarkensammler ist, er zeigt seine Sammlung jedem der sie sehen will. Ich habe nichts zum Vorzeigen, außer vielleicht ein paar Geschichten die ich erzählen kann wenn ich gefragt werde.
Meine Zigarette ist zu Ende und ich mache mich an den Abstieg. Paul ist mitlerweile wach und schon schwimmengegangen. Ich fange an Feuer fürs Frühstück zu machen und einen Fisch auszunehmen. Ich fühle mich gut!

Dies ist vorerst der letze Phillipinen Eintrag. Ich werde dann vielleicht mit der Zeit weiterschreiben, aber das ist dann erstmal eine neue Herausforderung.
Ich sage Tschüss fürs erste, liebes Reisetagebuch, es war schön mit dir. Wir sehen uns!
Jan
PS:: Da war doch noch die Geschichte mit der Schlange...und die mit den schwulen Franzosen auf der Insel, und ich mittendrin und konnte nicht weg....die Müllberge von Quezon City.....das Gefängnis...


Beim Skript aufarbeiten drauf gestoßen: 
Saturday, January 27, 2007, 02:42 PM - Tagebuch
Wie Jesus Christus Zuspruch der Vergebung aller unsere Sünden ist, so ist er auch Gottes Anspruch auf unser ganzes Leben.

Martin Luther
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Mein altes Tagebuch//Strandleben ...........................+++NEW+++ 
Saturday, January 27, 2007, 01:30 PM - Tagebuch
Teil 9//Mitte Dezember 1999 (unbearbeiteter Originalauszug)

Paul steuert. Ich sitze verträumt vorne auf dem Boot, lasse die Beine ins Wasser baumeln und beobachte Fliegende Fische.
- Hast du Feuer -
Paul ruft. Doch ich verstehe Ihn nicht gleich
- Was? -
- Fuck, hast du Feuer -
- Nein!!! -

Er schafft es sie am Motor anzuzünden, und so sitzen wir schweigend da und rauchen. Die Landschaft ist beeindruckend. Immer wieder kleine bewaldete Inseln, jedoch noch keine Strände. Ich denke an Zuhause, was ich eigentlich recht selten mache. Zuviel habe ich erlebt, und immer meine volle Konzentration auf die Gegenwart richten müssen. Es stimmt völlig, wenn du irgend etwas vergessen willst, oder Probleme hast, was bei mir allerdings nicht der Grund fürs Reisen war, dann geh fort, setz dich in Deutschland ins Flugzeug, lande in Süd - Ost Asien, in Amerika, Australien oder sonst was. Sobald dein Flieger unten ist hast du genügend Dinge die getan werden müssen und die du schon immer mal tun wolltest, so das deine Heimat, Eltern und Freunde auch psychisch in weite Ferne rücken.
Bei mir war’s jedenfalls so. „Hey Cilli, ich werd euch alle vermissen. Ich schreibe bestimmt jeden Tag ne Karte“ . Fuck that! Eine habe ich geschrieben. Dann ist alles wieder in weite Ferne gerückt. Es ist wie wenn du kurz Fernsiehst, ein Film, vielleicht ein Bericht über die Menschen in Afrika, dann schaltest du den Fernseher aus und bist wieder zu Hause.
Ich konzentriere mich wieder auf die Landschaft.
- Hey, Paul, fahr mal weiter rechts -
Ich beschreibe einen großen Bogen mit der Hand, und zeige auf eine kleine Insel.
- Die Kleine? -
- Ja -
- Zu nah am Festland -
- Ach was ist doch ok für den ersten Tag -
- Laß uns mal kucken -

Ich springe aus dem Boot ins Knietiefe Wasser und laufe mit dem Tau in der Hand an den Strand, wo ich das Boot, mit ein paar Knoten über die sich wohl jeder Seemann kaputtgelacht hätte an einen kantigen aus dem Sand herrausragenden Felsen binde. Paul kommt mir nach und mit vereinten Kräften ziehen wir den Ausleger an Land.

Es stellt sich herraus, das die Insel nahezu perfekt für unseren ersten Tag ist. Wir finden eine kleine Höhle, weit genug vom Strand entfernt, das sie bei Flut nich vollläuft, und nah genug um in einer Minute hinzulaufen. Innerhalb von 30 Minuten haben wir unsere Habseeligkeiten in Ihr verstaut, und rennen runter zum Strand, um einfach nur noch zu chillen und zu schwimmen.

Ich habe keine Ahnung wieviel Uhr es ist, brauch ich immoment auch nicht zu haben. Mein Magen sagt jedenfalls, das es Zeit zum Essen ist, und während ich Feuerholz suche, um Kohle zu sparen nimmt Paul die ersten Fische aus. Es stellt sich jedoch herraus, das Holz nich heiß genug ist um Wasser für den Reis zu kochen. Umsonst gesucht. Egal. Nach 15 Minuten kocht das Wasser und wir legen die Fische, die wir vorher in einer Senf-Curry Soße gewendet haben auf den Rost.

Auch wenn sie einfach ist, ist es wohl die köstlichste Mahlzeit die ich je zu mir genommen habe. In Gedanken versunken und ohne zu sprechen genießen wir unser erstes selbst zu bereitetes Mahl auf der Insel die für heute nur uns gehört.

- Hey Jan, wie wärs wenn wir jetzt schon einen Platz zum Schlafen suchen, bevor es dunkel wird -
- Yep, good Idea -
Wir finden einen kleinen Felsvorsprung, etwa zehn Meter von der Hochwassergrenze entfernt, an dem wir unsere Moskitonetze aufhängenkönnen. Die Enden Vergraben wir im Sand. Jetzt noch die Isomatte rein. Fertig.

Wir liegen am Wasser. Gerade so dicht dran, das daß Meer unsere Bäuche alle zwei Minuten überflutet. Die Sonne geht wie ein feuerroter Ball am Horizont unter. Die ganze Insel wird in ein unbeschreibliches rot-blaues Licht getaucht, und das Wasser wäscht den letzten Rest der Tageshitze endgültig von uns ab.
Jetzt erweist es sich doch als sinnvoll, das ich Holz gesammelt habe, und so sitzen wir vor einem kleinen Lagerfeuer und essen die Reste vom Mittagessen.


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